Was Leiter nicht delegieren können ...

Vision - strategischer Plan - Präsenz - Vorbild - Netzwerken

Als ich kürzlich Abrahams Geschichte las, wurde ich beim zweiten Hinsehen stutzig: „Und Tarah nahm seinen Sohn Abram und Lot, den Sohn Harans, seines Sohnes Sohn, und Sarai, seine Schwiegertochter, die Frau seines Sohnes Abram; und sie zogen miteinander aus Ur in Chaldäa, um in das Land Kanaan zu gehen; und sie kamen bis Haran und wohnten dort.“ (1.Mose 1,31)


Abraham hatte den Auftrag bekommen, seine Verwandtschaft und sein Land zu verlassen, um in das Land zu ziehen, das Gott ihm zeigen wird. Statt mit diesem Auftrag zu führen, lässt er sich führen und bleibt auf halbem Wege in Haran stehen. Glücklicherweise wird er dort von Gott neu angesprochen (Apg 7,2-4)

Wenn der Verantwortungsbereich von Leitern wächst, delegieren sie mehr und mehr Aufgaben und Projekte an andere. Sie wenden sich von der Einstellung „Wenn man es selbst macht, weiß man was man hat“ ab und verstehen, dass sie umso erfolgreicher sind, je mehr bevollmächtige Mitarbeiter sie um sich herum haben.

 

Aber es gibt Dinge, die man als Leiter nicht delegieren kann! Wenn man diese Dinge delegiert, gibt man seine Leitungsrolle preis. Hier sind einige Dinge, die untrennbar mit Leitung verbunden sind und nicht delegiert werden können:

  • Für die Vision stehen und sie kommunizieren

Wir freuen uns über jeden, der die gemeinsame Vision mitträgt und kommuniziert. Aber die Stimme des Leiters ist hier unersetzbar. Seine Stimme zeigt das Ziel, gibt Ausrichtung und Motivation.

  • Einen strategischen Plan entwickeln

Ohne Vision geht das Volk zugrunde und ohne Plan geht die Vision zugrunde. Eine Vision muss Schritt für Schritt in die Tat umgesetzt werden und es ist die Aufgabe des Leiters, diesen strategischen Plan mit seinem Team zu erarbeiten. Er soll kein Mikro-Manager werden, aber er muss dafür sorgen, dass die Wegepunkte stehen.

  • Sichtbarkeit

Durch moderne Kommunikation kann vieles ohne persönlichen Kontakt organisiert werden. Aber da gibt es Grenzen: der Leiter muss bei strategischen Ereignissen sichtbar sein.

  •  Vorbild

Wie auch immer die gewünschten Werte einer Organisation sein sollen – sie müssen im Leiter und im Leitungsteam beginnen. Wenn man sich in verschiedenen Bereichen der Organisation einen kooperativen Führungsstil wünscht, muss das im Leitungsteam modelliert und vorgelebt werden.

  • Netzwerken

Wenn man etwas aufbauen will, braucht man Unterstützung und Know-How von möglichst vielen Seiten.  Es ist die Aufgabe von Leitern, dieses Netzwerk von Freunden und Unterstützern aufzubauen und zu pflegen.

 

Leiten kann man nicht mit „Fernsteuerung“. Der Leiter muss präsent sein und sich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren. Wenn er diese Dinge nicht tut, wird sie niemand in der Weise tun, und das gewünschte Vorhaben wird schwach bleiben oder im Sande verlaufen. Der Leiter, der Menschen sammelt, sich mit ihnen auf die Vision ausrichtet und die strategischen Wegpunkte festmacht, wird das Ziel erreichen. 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Friesenapostel (Samstag, 08 September 2012 10:58)

    Good Stuff Peter!

  • #2

    Peter Riedl (Samstag, 08 September 2012 14:54)

    Hi Friesenapostel - an wen hast du Friesland delegiert ;)?

  • #3

    Friesenapostel (Dienstag, 23 Oktober 2012 21:42)

    An Josuas :-)


Hier den Newsletter bestellen

* indicates required

KONTAKT

eMail mail@peterriedl.de
Mobil +49 175 5 934 900