GIBT ES EINEN UNTERSCHIED ZWISCHEN SÄKULAREM UND CHRISTLICHEM COACHING?

Beim Schreiben meiner Masterarbeit erlebe ich, wie wertvoll es ist einen Coach zu haben der hilft, Gedanken zu sortieren und Etappenziele zu setzen. Diese kurzen Treffen beflügeln mich und helfen wir mit  neuer Ausrichtung an die Arbeit zu gehen.

 

Coaching ist „in“

Coaching ist ein effektiver und positiver Weg um Menschen zu unterstützen, ihre Ziele zu erreichen:

      Neue Perspektiven entwickeln

      Lösungen finden

      Hürden überwinden

      andere Wege einschlagen

      klarer Denken und sehen

 

Immer mehr Menschen nennen sich „Coach“, es gibt immer mehr „Coachingausbildungen“ und „Coaching“ gehört zunehmend zum Anforderungsprofil von Leitern. Es gibt Coaches für alle möglichen Lebensbereiche: Ernährung, Sport, Ausbildung, Karriere, Shopping, Gesundheit, Lebensplanung, usw.

 

Life Coaching

Da die meisten Coachingwerkzeuge für Lebensbestimmung und Lebensziele (Life Coaching)  aus der säkularen Welt kommen, stellt sich die Frage, ob es einen Unterschied zwischen „säkularem“ und „christlichem“ Coaching gibt.

 

Nicht alle, aber Teile der säkularen Coaching-Szene vermitteln den Ansatz: Du willst es – du kannst es – du wirst es! Du setzt dir deine Ziele, und du wirst sie auch erreichen! Es geht um deine Karriere, deinen Erfolg, deinen Wohlstand! Du kümmerst dich um dich selbst und das ist der Schlüssel für ein erfülltes Leben.

 

Das klingt etwas anders als die Geschichte von einem Gott der Mensch wurde um zu dienen und sein Leben am Kreuz als Lösegeld für Andere zu geben. Christus hat uns vorgelebt, welche Werte und welche Ausrichtung unser Leben bestimmen sollte.

 

Christliche Werte im Life Coaching

Was sind einige Werte die christliches Life Coaching ausmachen?

 

1. Die große Frage: Wem gehöre ich?

Aus christlicher Perspektive gehört uns unser Leben nicht selbst; es ist uns von Gott geschenkt. Weder ich selbst, noch andere Menschen oder Gruppen sollten den ultimativen Anspruch auf mein Leben haben, das Gott gehört.

 

2. Nicht mein Plan, sondern Gottes Plan zählt

Jesus sagt in Lk 17,33:  Wer sein Leben sucht, der wird es verlieren; wer sein Leben verliert, der wird es gewinnen.

Christliche Coaches haben das Ziel Menschen zu helfen, dass Sie den Plan Gottes für ihre Leben entdecken und sich mit diesem Plan eins machen.

 

3. Ewigkeit in Blick

Christliches Life Coaching ist nicht nur auf Erfolg und Erfüllung in diesem Leben ausgerichtet, sondern auf die Ewigkeit. Es geht um Lohn und Verlust im nächsten Leben.

 

4. Sein und Werden

Für den christlichen Life Coach steht nicht im Vordergrund, dass Menschen nach den Maßstäben der Gesellschaft erfolgreich sind und die Karriereleiter emporklettern. Das Ziel ist nicht „Selbstverwirklichung“, sondern das „wie Christus werden“ und aus diesem „Sein“ heraus ein Kanal für das Leben Gottes zu sein.

 

5. Geben

Manche Menschen leben um zu „bekommen“, andere leben um „haben“ – der christliche Maßstab ist leben um zu „geben“. Geben ist seliger als Nehmen; das dienende Leben ist das größte, beste Leben. Wir können nicht christus-ähnlicher werden, wenn wir uns nur um uns selbst kümmern, wo Gott auf der anderen Seite von selbstloser, bedingungsloser Liebe spricht.

 

 

Christliche Life Coaches sind nicht damit zufrieden, dass Menschen kleine, egozentrische Lebensziele verfolgen, bei denen es um ihre Wünsche, ihre Bedürfnisse, ihren Erfolg geht. Die größte Herausforderung ist, Menschen mit Blick auf den Plan Gottes zu coachen und sie zu unterstützen, dass ihr Leben mit diesem Plan in Einklang kommt.

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Kommentare: 13
  • #1

    Malte (Mittwoch, 13 August 2014 10:29)

    Danke für die guten Gedanken. Über den Unterschied hatte ich so noch nie nachgedacht. Vielleicht besteht auch ein Unterschied darin, dass sich zwei gerechtfertigte Sünder begegnen...

  • #2

    Peter Riedl (Mittwoch, 13 August 2014 15:01)

    Danke Malte. Sicher sind die Grenzen auch fließend, aber mir helfen diese Überlegungen bei der Frage, was ich mit Coaching bewirken will.

  • #3

    Sven WIESE (Donnerstag, 14 August 2014 14:53)

    Super geschrieben Peter!
    Dipl. ICF Coach :-)

  • #4

    Peter Riedl (Donnerstag, 14 August 2014 15:06)

    Danke Sven ... du bist ICF Coach - Super! Wo und wie praktizierst du das?

  • #5

    Johannes Schmidt (Donnerstag, 14 August 2014 18:00)

    Hallo Peter,
    vielen Dank für die Gedanken. Es ist schön wenn beim Coaching christliche Werte vertreten werden, und Jesus als Vorbild genomen wird. Das ergibt im Gegensatz nur auf sich selbst zu sehen, eine wesentliche Ressourcen-Erweiterung. Die von Jesus aufgestellte Regel des höchsten Gebots in Matthäus 22,37-40 ist immer wieder eine super Grundlage. Die Liebe zu Gott mit ganzem Herzen und Seele und Denken, Liebe zum Nächsten wie zu sich selbst. Diese drei Blickrichtungen (Gewichtungen) hängen aneinander. Die vorgegebene Sicht nach allen drei Richtungen führt zu einem gesunden und dynamischen Leben ohne Schaden zu erleiden.... Das ist mit Sicherheit sehr gekürzt....
    Liebe Grüße,
    Johannes

  • #6

    Peter Riedl (Donnerstag, 14 August 2014 22:39)

    Diese drei Blickrichtungen gefallen mir gut, Johannes!

  • #7

    Jörg Theissen (Freitag, 15 August 2014 13:43)

    Sehr wichtige und gute Gedanken. Da ich aus dem säkularen Berufsleben komme und dort eine Stelle im gehobenen Management besetzt habe, kenne ich Coaching und Mentoring auch von dort. Nur all zu oft erlebe ich wie versucht wird, eben mit diesen säkularen "Methoden" Gemeinde zu "erzwingen" anstatt sie mit Gott zu bauen.
    Dies scheitert dann oft, weil die von dir sehr richtig aufgeführten Punkte nicht bedacht werden.
    Ich finde du hast die Punkte sehr fein und richtig zusammengestellt. Ich wollte jetzt auch noch Matth. 22,37 ff als Grundlage anfügen, aber das hat Johannes ja schon getan.
    Liebe Grüße
    Jörg

  • #8

    Peter Riedl (Freitag, 15 August 2014 20:56)

    Ja Jörg, wir beten immer noch "Dein Reich komme, dein Wille geschehe ..." Übrigens finde ich die Predigtintro auf deiner Webseite cool!

  • #9

    Klose Ursula (Samstag, 16 August 2014 19:07)

    Ich hoffe doch, dass es einen Unterschied gibt, da wir doch ein anderes Menschenbild zu grunde legen, wenn es z.B. nur um die Bezeichnung Geist geht, die im Christlichen Menschenbid, der Mensch an sich ist, der in Verbindung mit Gott treten kann, außerdem Körper und Seele. Hingegen in der weltl. Sicht der Geist den Intellekt meint. Außerdem erinnere ich an die vielen Aussagen von Günther Krallmann bezüglich Leiterschulung, die Werte Jesu, Jesus als Leiter als das große Vorbild, da geht es doch weit auseinander zum säkularen Coaching.

  • #10

    Uwe Kaul (Samstag, 16 August 2014 23:54)

    Hmhh ... Was bedeutet eigentlich "christliches Coaching"? Und was "säkulares Coaching" ? Auf jeden Fall würde doch wohl kein Nichtchrist von einem "säkularen Coaching" sprechen. Warum versteifen wir uns denn überhaupt auf den Fachbegriff "Coaching" ?

  • #11

    Uwe Kaul (Sonntag, 17 August 2014 00:25)

    Ich denke es ist besser den Begriff gleichnishaft zu gebrauchen: Also, ein Pastor, christlicher Leiter etc. ist jemand, der Dinge wie ein Trainer (Coach) tut.
    Das heißt aber auch, dass er nicht alles tut, was ein Trainer tut.

  • #12

    Arnette Theiss (Mittwoch, 01 Februar 2017 16:26)


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  • #13

    Eulalia Otwell (Freitag, 03 Februar 2017 10:02)


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